Nach dem konfusen Aufenthalt bei Anne und Kinsale, ging die Reise weiter nach Baltimore, an diesem Morgen war der Himmel wolkenbehangen, es war neblig und es regnete unaufhörlich, dieses grauslige Wetter sollte noch 24 Stunden anhalten.

Auf der Fahrt zur nächsten Unterkunft, einem ganz einfachen Tinyhaus, besuchte ich den Dromberg Stone Circle, es war übrigens der erste und letzte Steinkreis den ich besichtigte, schon komisch.. als ich da auf dem Platz stand spürte ich überraschender weise gar nicht viel, es war schon interessant diese grossen Steinkolosse da stehen zu sehen aber mehr auch nicht.


Weiter ging die Fahrt, mit einem Zwischenstop in Skibbereen, für einen Einkauf, gut eingedeckt mit Proviant für die nächsten Tage ging es nun endlich nach Baltimore. Ich war nun schon im Süden der Insel angekommen, dem Wetter nach würde man es nicht meinen, es wurde immer düsterer, der Nebel hing richtig tief, es regnete und dazu windete es stark.
Heute war kein Tag für Ausflüge!

Die Fahrt, unglaublich, ich hatte das Gefühl am Ende der Welt anzukommen, die Strassen wurden immer enger, die Häuser weniger, die Landschaft rauh und mit diesem Wetter, also eigentlich konnte ich fast nichts erkennen:)
Die letzten hundert Meter waren ein Abenteuer, ich war froh um meinen Jeep und für die gute Beschreibung der Gastgeberin, die letzten Meter durch ein Viehgatter, auf einem Schotterweg, hoch oben auf einer Alp!




Ich war überwältigt und so glücklich, es fühlte sich sooo gut an, nun schnell bei stürmischen Wetter das nötigste ausladen und mich ins trockene bringen.
Das Tinyhaus das ich bewohnte, war der „Hühnerstall“ ich durfte die nächsten drei Tage einen Hühnerstall bewohnen:)
Es gab insgesamt auf dieser Alp, vier Häuschen, die in grosszügigen Abständen angelegt waren, ich hatte tatsächlich das Gefühl alleine zu sein, die Gastgeber wohnten etwas unterhalb in einer Farm, ich bekam Sie aber nie zu sehen, einzig die zwei Hof-Hunde kamen zu Besuch und die Pferde liefen direkt am Tinyhaus auf der Weide während des grasen vorbei.
Was für ein idyllisches Örtchen, ich war glücklich und zufrieden, mich nach diesen anstrengenden Tagen einfach zurückzuziehen, dabei störte mich das schlechte Wetter nicht im entferntesten, im Gegenteil, es gab dem ganzen eine urgemütliche Stimmung.
Der Hühnerstall, war einfach gebaut, und trotzdem gemütlich, warm, ein grosses Bett, etwas erhöht und ringsherum Fenster für eine fantastische Aussicht, überhaupt war es sehr hell, da der Eingang einfach zwei Terrassentüren waren, eine kleine Küche mit Gasherd/ Backofen, Kühlschrank und Spüle, ein bad mit WC und Dusche und das Wasser war richtig warm, was für ein Luxus!


Diese Unterkunft gehört zu meinen absoluten Favoriten, während meiner Reise und dir fällt bestimmt auf, ja das ist das Highlight von diesem Baltimore Aufenthalt, die spektakuläre Lage und die Einfachheit des Wohnens und sich geborgen und wohl zu fühlen.
Ich verbrachte den restlichen Tag mit kochen, essen, schreiben, stricken und nach draussen zu schauen, obwohl ich nicht weit sehen konnte, aber diese Stimmung versetzte mich in eine vollkommene Ruhe, als würde die Zeit still stehen.
Am nächsten Morgen, das gleiche Szenario, der Nebel und Regen unnachgiebig, ich blieb einfach im Bett liegen, warm eingekuschelt mit einem feinen Kaffee konnte ich die Zeit mit Schreiben verbringen.
Doch plötzlich ging alles ganz schnell, ich konnte regelrecht zuschauen, wie sich der Nebel lichtete, die Wolken sich verzogen und ein hellblauer Himmel zu Vorschein kam. Und nun sah ich diese Aussicht, die Bilder können das nicht wiedergeben, so was habe ich noch nie gesehen, hoch oben auf diesem Hügel/ Berg sah ich aufs Meer hinunter, die Fischerboote, umgeben von Bergen, diese Weitsicht, einfach nur wunderschön!
Sogar die Sonne zeigte sich, ich konnte zu Fuss die Gegend erkunden, und sah nochmals diese urchige Landschaft, traumhaft.






Ich machte einen kurzen Besuch ins kleine Fischerdörfchen „Baltimore“, was eigentlich ganz charmant ist aber leider auch sehr touristisch und überlaufen, somit gab es einen kleinen Spaziergang am Hafen und durch das kleine Örtchen, zudem wehte eine steife Brise, dafür das es so ziemlich die südlichste Region ist, ist es ganz schön windig und kalt.

Ich verzog mich wieder auf die Alp, in mein kleines Häuschen, nun war der Ausblick nochmals ganz anders zu geniessen, am Abend hatte ich das Gefühl es wird gar nicht richtig dunkel, halb elf und es dämmerte erst, ich blieb noch bis etwa Mitternacht wach, ich konnte einfach die Augen nicht schliessen, diese Stimmung, den Nachthimmel vom Bett aus zu betrachten, ein grandioses Erlebnis.

Dieser Aufenthalt auf der Alp, im „Hühnerstall“ hat mich so genährt, mir gefühlt dem Himmel näher gebracht und zugleich geerdet.
Dankbar ging meine Seelenreise weiter, auf die Halbinsel Mizen, zum Mizen Head einer wirklich gigantischen Klippen- Landschaft, lass dich im nächsten Blog überraschen, was diese Insel für ein Naturwunder ist.
Alles Liebe Dir, wo immer du bist, lass es dir gut gehen 💗







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