Das Ende einer Insel-Geschichte
Das Projekt: Menorca wurde frühzeitig abgebrochen.
Die Gründe dafür waren, ein Sommerhaus auf Menorca das im Winter definitiv nicht gemütlich ist, wenn bauliche Schäden sichtbar werden und Wasser sich ins innere des Hauses bahnt ist das alles andere als gut.
Wenn die Klimaanlage als einzige Heizquelle für ein nicht isoliertes Haus dienen soll, ist das bei weitem zu wenig!
Wenn Kälte und Feuchtigkeit sich im Haus ausbreiten und die Temperaturen ausserhalb vom Haus wesentlich höher sind, ist es Zeit für einen Entschluss.
Meer-Spaziergang bei windig- kalten Tagen

Meine Tochter und Ich haben schon einige Zeit das selbe gedacht und eines Tages dann auch ausgesprochen, wir müssen nichts durchhalten, schon gar nicht eine kalte, feuchte und dunkle Wohnsituation, wir ziehen aus dem Haus am Meer aus und verlassen die Insel.
Der Unterschied war frappant, ich habe ihn selbst erlebt, im Oktober bis fast ende November fühlte es sich noch wie ein verlängerter Sommer an, angenehm, warme Temperaturen, das Meer vom Sommer herrlich aufgewärmt, es lud immer noch zum baden ein. Die perfekte Zeit, da man die Insel fast für sich alleine hatte, und ich mich praktisch den ganzen Tag Draussen aufhielt, somit machte ich mir nicht wirklich gross Gedanken an den herannahenden Winter auf der Insel, zudem musste ich mich selbst überraschen lassen, da ich diese Situationen zum ersten Mal erlebt habe.
Wunderschöne Inselstimmung

Dann aber, fast von einem Tag auf den anderen brach die stürmisch- kalte Zeit an, ich versuchte die Haussituation zu meistern, die defekte Heizanlage im Wohnbereich musste noch ausgetauscht werden, durch die häufigen Regentage drang immer mehr Wasser in der Küche direkt in den Kochbereich ein, die Kälte und Feuchtigkeit kroch durch das Mauerwerk ins Innere des Hauses, die Sonnenstunden mit ihren doch warmen Strahlen fanden den Weg ins Haus leider nicht, da es so ausgerichtet ist, das es im Sommer möglichst viel Schatten spendet somit kam auch im Winter kein Sonnenlicht und Wärme zum Haus durch.
Wasserschaden in der Küche…


Und genau diese Kälte und Feuchtigkeit erfasste auch unseren Körper, mehrere Schichten von Wollkleidung reichten nicht mehr aus, die Bettflasche war unser stetiger Begleiter, kalte Füsse und Hände ein Dauerzustand.
Im Hintergrund: ein defekter Kamin und nasses Brennholz!!!

Somit nutzten wir die schönen Tage um so oft wie möglich Draussen zu sein, sei es mit Wandern, Spazieren gehen, an geschützten Strandabschnitten unsere Kaffeepausen zu geniessen, die warmen Sonnenstrahlen auf unsere Haut scheinen zu lassen, denn da konnten wir uns endlich auch wieder unsere Kleiderschichten abstreifen.
Unser Hausstrand, traumhaft schön.

Nun könnte man die Situation auch lösen in dem man sich ein anderes Haus oder Wohnung sucht, das ist in Spanien nicht ganz so einfach, die meisten Häuser sind nicht isoliert, sicher gibt es auch bessere Ausbaustandarts, aber die meisten vermieten ende des Sommers und somit ist die Auswahl mitten im Winter sehr gering.
Zudem kam es das sich meine Tochter nicht wirklich wohl gefühlt hat, auf der doch inzwischen sehr menschenleeren Insel.
Für mich nicht wirklich ein Hindernis, denn ich liebe die Ruhe und Stille, habe die Insel in diesem Zustand genossen, nun für einen jungen Menschen wie Sie, verständlich die Bedürfnisse unterscheiden sich da enorm.
Ich behalte dieses Insel-Abenteuer in guter Erinnerung, ich bin glücklich für diese Erfahrung, vor allem die erste unbeschwerte und schöne Zeit, meine täglichen Badestunden im kristall- klaren, türkis farbigen Meer.
Die herrlichen Wanderungen auf dem „Cami de Cavall“ entlang der schroffen Küstenabschnitten, dem oft wilden Wellen, diese grüne aber auch karge Vegetation, die Eigenart der Menschen, mit ihrem unverkennbaren französischen Einschlag.
Die eigensinnig und urbane Kraft von Menorca fasziniert mich, ich durfte Sie gute drei Monate in mich aufnehmen und erleben, dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.

Wieder einmal zusammenpacken und sich auf die Reise begeben:)

Nach unserem Entschluss dieses Projekt zu beenden, ging die Reise erstmal wieder Heimwärts, Richtung Schweiz, zuerst ins Voralberg(A) da gönnten wir uns eine helle, warme und komfortable Ferienwohnung in den Bergen, mit Aussicht über den Bodensee und dem Rheintaler Nebelmeer, was für eine Wohltat!
Zurück im Rheintal- Bodenseeregion
Was für eine Weitsicht!

Lindau-Insel von einer ganz anderen Perspektive…

Mein Sohn ist mit seinem Papa fast zeitgleich von Thailand zurück gekehrt und nun verbringen wir die gemeinsame Familienzeit im Haus meiner Freundin, die gerade nach Marokko ausgewandert ist, das nächste Haussitting-Projekt:)
So spielt das Leben einem ungeahnte und doch fantastische Möglichkeiten zu, wen man denn auch offen dafür ist, sich dem Flow des Lebens hin gibt und vertraut, lernt diese nicht geplanten Situationen anzunehmen und auch zu geniessen.
Zugegeben, manches fällt einem leichter, andere Sachen muss man sich tatsächlich wieder einleben und daran gewöhnen, ankommen, gerade da wo man ist, wohl fühlen sollte man sich auf jeden Fall, den nur wir selbst können dafür sorgen, sich dies immer wieder zu fragen, fühle ich wohl, geht es mir gut oder darf ich was verändern, diese Entscheidungen treffen wir in erster Linie nur für uns selbst, für unser Wohlbefinden sind wir selbst- verantwortlich!
Ich habe nun Zeit und Raum für mich, für diverse Studien, darunter auch englisch zulernen, mich meinen Neuen Projekten zu widmen und meine Sommer- Reise vorzubereiten, den meine Reise geht weiter, wohin erfährt Ihr zu einem späteren Zeitpunkt, ein kleiner Tip:) es gibt wieder Insel- Abenteuer.

Fazit: Ich komme tatsächlich immer mehr bei mir an, es sind nicht immer die äusseren Orte, es ist der Wohlfühlort im Herzen, die Einheit mit meiner Seelenessenz, die Zu-friedenheit mit mir, die Selbstliebe die ich mir schenke, gut für mich zu sorgen, bewusst auf meine Bedürfnisse acht zu geben, es ist die Freiheit der Selbstbestimmung, genau so zu leben wie ich es möchte und mir erlaube, Pläne zu ändern, offen zu sein für unerwartete Geschenke, für die Schönheit des Lebens.
Die Lernaufgaben sind immer mit im Gepäck, nur wir entscheiden, werden wir durch Sie stärker und weiser oder lassen wir uns dadurch schwächen, alles ist Energie, wo gebe ich Energie, was gibt mir Energie..?

Adios geliebte Insel, die Reise geht weiter…
In Liebe
Karin



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