Heute nehme ich zwei Strandausflüge Zusammen, da sie an zwei aufeinander folgenden tagen stattfinden.
der erste Tag und ausflug ging Richtung Rosslare, eine halbe Stunde südlich, an den Carne Beach.
ich hatte einen etwas FRUSTRIERENDEN vormittag hinter mir, ich wollte am pc arbeiten und das internet wurde durch wartungsarbeiten unterbrochen, bis ich das realisiert habe waren schon ein paar stunden rum, daher war die beste lösung, raus an die frische luft!
Als ich am pier ankam, windete es heftig, ich musste mich echt zwingen auszusteigen, so wirklich Lust hatte ich nicht. mit Windjacke und mehreren Schichten Kleider ausgestattet, habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und bin losgelaufen.

Carne Beach

Als Motivation hatte ich in meinem Rucksack selbstgekochten Kaffee und Käse-Brötchen, meine Devise, es läuft sich immer leichter wenn man eine Pause einlegen kann und sich auf einen Snack freut, das ist zumindest bei mir so:)
Die erste Zeit pfiff mir der Wind ganz schön um die Ohren, die Wellen peitschten an den Strand, der Sand wurde kräftig aufgewirbelt, ich bringe ganz sicher Sand aus Irland mit Nachhause:)


Und plötzlich liess der Wind nach, die Sonne kam zum Vorschein und es wurde merklich wärmer, absolut normal in Irland, das Wetter kann sich so schnell verändern. ich war gute zwei stunden unterwegs, ziemlich lange, dafür das ich am anfang keine lust hatte.
Ich sass gerade noch auf einem Felsen, die Sonne schien, der Himmel noch ziemlich blau, da hatte ich plötzlich den Impuls, es reicht, ich gehe zum Auto zurück, ich war glücklicherweise ziemlich nah am Parkplatz, so lief ich die restlichen 10-15 Minuten zurück zum Auto.
Ich war noch keine 2 Minuten im Auto, da wurde es schlagartig dunkel, ein Sturm kam auf, es fing an zu regnen, es tobte ein Wahnsinns Sturm und ich war einfach im Auto in Sicherheit!
Ich konnte es kaum fassen, doch, ich spüre wie meine Intuition seit ich hier in diesem Land bin, verstärkt wird, ich werde noch einige Erlebnisse haben, die mir das bestätigen.
Ach ja, zum Sturm, den liess ich gemütlich und trocken im Auto sitzend, an mir vorbei zeihen, als das gröbste vorbei war, fuhr ich Richtung Willowbrook-House, glücklich und dankbar für diesen speziellen Tag, die Erkenntnisse und den bereinigenden Strandspaziergang und anschliessenden Sturm, den den Rest noch wegfegte:)

Cahore Point:
am nächsten tag, war die laune bestens und die lust auf einen weiteren strand-küsten- spaziergang perfekt, auch das wetter zeigte sich heute von der besten seite.
es ging Richtung Norden, zum 40km entfernten Cahore Point. Am Pier, eines kleinen Hafen, startet der Küstenweg Richtung Südstrand von Cahore.
Ein paar Treppen führen hinauf zur Küste, danach gehts relativ eben dem Weg entlang, mit einer absolut fantastischen Aussicht, das Wasser vom Meer spiegelt sich in der Sonne in verschiedenen wunderschönen Blautönen, von Türkis bis zu einem feinen Hellblau.


Es gibt immer wieder Sitzgelegenheiten, um einfach diesen Ausblick ins weite Meer zu geniessen.
Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die kleinen Strandhäuser.

Es gibt die Möglichkeit eine Runde zu gehen, das bedeutet aber auch das man sich von der Küste entfernt, ich blieb auf dem Weg und kam so zum Südstrand von Cahore, Kilometer lang, die Strandabschnitte gehen in einander über, von einem Strand in den nächsten bis zum Curracloe Beach, mein Lieblingsloop im Raven Nature Reserve.
Ich habe es ausgerechnet, es sind ungefähr 30 km Sandstrand am Stück, an der Ostküste Irlands.

So ging ich ein Weilchen, einfach diesem breiten Sandstrand entlang, zuerst mit Gegenwind, danach hatte ich glücklicherweise Rückenwind, ich hätte stundenlang so weiter gehen können, es war so friedlich, ganz wenige Menschen, aber ich musste ja alles wieder zurücklaufen.
Da vergehen schnell mal zwei bis drei Stunden, nun ja Zeit habe ich, jedoch lässt irgendwann die Ausdauer doch nach, die frische Luft, die stetige Bewegung, da ist ein gutes Einschätzen seiner Ressourcen von Vorteil.
Denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es in diesen Regionen nicht wirklich.
Also, machte ich mich auf den Rückweg, so wie ich gekommen bin, mit Rückenwind und einer anderen Perspektive, auch interessant.

Danach gabs an dem kleinen Hafen-Kiosk einen feinen Cappuccino und seit langem wieder einmal ein Croissant, die Krümmel bekamen die Spatzen:)
Ich wollte die Gelegenheit nutzen um die nahe gelegene Stadt Gorey zu besichtigen, aber irgendwie zog es mich noch nicht dahin, also setzte ich mich in den Kofferraum, bei offenem Heck genoss ich den Blick aus Meer, denn der Wind hatte massiv zugenommen, und so konnte ich mich etwas ausstrecken und eine kleine Siesta machen, nun ja, ich kann meine südländischen Wurzeln nicht verleugnen:)
Nachdem ich mich ausgeruht habe, packte ich’s dann doch an und fuhr die zehn Minuten nach Gorey, ohh jeeh, als ob ich geahnt hätte, ein Verkehrschaos erwartete mich.
Ich hätte es mir denken können, Freitagnachmittag, Wochenendbeginn, es ist mir schon aufgefallen das am wochenende mehr los ist auf Irlands Strassen, ganz besonders am Sonntag, da machen dann wohl sehr viele Ausflüge und in Irland sind die Menschen mit dem Auto unterwegs, gezwungener Massen, vor allem auf dem Land.
Ich parkierte bei „Aldi“ denn es in jeder Stadt gibt und marschierte los, ich lief ohne Plan eine halbe Stunde durch die Strassen, einen Großteil verbrachte ich an Ampeln von Fussgängerstreifen, das wurde mir zu bunt, retour zum Auto und nichts wie raus aus diesem Chaos.
Der Wille war da, aber wie gesagt die meisten Städte sind mir einfach einen Ticken zu viel oder ich nicht tauglich dafür, und mein Gefühl hat mich nicht getäuscht.
Nicht so schlimm, ich hatte einen herrlichen Tag und somit ging’s auf direktem Weg Nachhause.

Alles liebe dir, lieber leser, eine schöne sommerzeit wünsche ich dir, wo immer du bist🌞💛
bis nächste woche🥰



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