Nach den wunderschönen Tagen auf der Beara Halbinsel, geht es für mich weiter zur Kerry Halbinsel, mein erstes Ziel ist nach Killarney zu fahren um den Torc Wasserfall zu besuchen.
Vor elf Jahren war ich schon da und er hat mich so fasziniert, ich wollte ihn einfach nochmals erleben, die Fahrt dauerte fast zwei Stunden, einen Teil führte mich auf den Kerry Ring an dem „Lake of Killarney“ vorbei, was für eine imposante Aussicht!
Leider ist es ein Touristenmagnet, es war soviel los, ich wählte einen Parkplatz oberhalb des Wasserfalls und konnte so einen kleinen Waldweg hinunter laufen, da war es auch bedeutend ruhiger.


Am Wasserfall selber tummelte sich eine riesige Masse von Touristen, die meisten steigen für ein Foto kurz aus ihren Mietautos oder Reisebusen aus und düsen weiter zum nächsten Spot was für ein Wahnsinn.
Dabei ist der Wasserfall tatsächlich grossartig, doch der Wald und die kleinen Wege rundherum sind einfach magisch, wie in einem Feenwald!
Daher verbrachte ich einige Zeit, etwas abseits am Flussufer sitzend inmitten der Bäume, mit dem rauschen des Wassers.


Beim Rückweg wollte ich noch eine kleine Pause am See einlegen, als ich an einem der vielen Parkplätze ankam, war tatsächlich wenig los, doch plötzlich füllte sich der Platz die Idylle war dahin und Karin weg:)

Meine Unterkunft lag im Südwesten der Halbinsel, in Ardcost West, ich fuhr über Kenmare, östlich der Küste alles dem Kerry Ring entlang, rund zwei Stunden dauerte die Fahrt, an der ich zahlreiche Stops einlegen musste, weil die Aussicht einfach atemberaubend war.
Somit hatte ich schon einen ersten Einblick, die Natur unterscheidet sich deutlich von dem bisherigen im Osten und Süden der Insel.

Ich komme am späten Nachmittag müde und glücklich in „Colms“ Studio an, wieder einmal, irgendwo im nirgendwo, also in Irland braucht es definitiv ein Auto, das Studio wie beschrieben sehr einfach und spartanisch eingerichtet, der Empfang von Colm umso herzlicher, sehr ausführlich hat er mir seine Heimat Insel beschrieben und etliche Ausflugsziele samt Geschichte erläutert.
Gleich am nächsten Tag ging es zu den „Kerry Cliffs“ die bedeutend weniger überlaufen sind wie die „Cliffs of Moher“ und trotzdem sehr lohnenswert sie zu erleben.Die Aussicht auf die berühmten „Skellig Island“ war so schön, die Energie so einzigartig, dass sich in mir wie so oft in Irland, das Herz öffnet und ich in Demut bin, diese Insel in ihrer einzigartigen Energie erleben zu dürfen.



Nach diesem ergreifenden Besuch an den Kerry Cliffs, fuhr ich der Küste entlang, auf engen und steilen Strassen, es hat sich mir mehrfach ein grandioser Ausblick eröffnet, es ist tatsächlich so das du tief verbunden mit der Erde zugleich diesen Himmel erlebst.


An einem der wunderschönen Sandstrände verbrachte ich den Nachmittag, ganz entspannt genoss ich die warmen Sonnenstrahlen.
Da am nächsten Tag tatsächlich noch „wärmere“ Temperaturen vorausgesagt wurden, fuhr ich am Vormittag zu einem traumhaften Strand, was eine gute Entscheidung war, denn somit hatte es genügend Parkplätze und noch wenig Leute am Strand.
Es fühlte sich wie in einem anderen Land an, so surreal, wie wandelbar diese Insel ist, es war ein herrlicher Vormittag, mit meinem mitgebrachten Lunch und einem Buch liess ich es mir gut gehen.
Ich machte einen ausgiebigen Strandspaziergang, sitze einfach auf den erhöhten Felsen und genoss den Blick in die Weite.


Danach fuhr ich ins kleine Fischerdörfchen Portmagee, dort habe ich auf Colms Empfehlung mein erstes „Fish and Chips“ gegessen, es war köstlich, tatsächlich frisch vom Meer, das war einfach wunderbar, zusammen mit einem sehr charmanten amerikanischen Ehepaar genoss ich dieses typisches Insel- Essen.

Gut gestärkt und voller Freude, von diesem feinen Essen und der herzlichen Begegnung, ging es für mich über eine Brücke , rüber zu „Valentina Island“ eine ganz kleine Halbinsel, mit hohen und sehr rauen Küstenabschnitten.

Was für eine fantastische Zeit die ich hier erleben darf, ich bin so dankbar dafür.
Dennoch habe ich mich entschlossen nicht mehr weiter Westen zu fahren, vorgesehen war noch die berühmte Halbinsel „Dingle“ und weiter.. die ich aber auch beim letzten Irland- Aufenthalt schon bereist habe, auch wunderschön doch gerade deswegen auch sehr überfüllt, daher entschied ich mich dagegen, auch weil der Wetterbericht für die nächsten Tage, Regen angesagt hat und ich am liebsten campen wollte, dieses Vorhaben ins Wasser fallen würde.
Ich spürte plötzlich eine Reise- Müdigkeit, müde auch von den vielen Eindrücken und Erlebnissen, sich immer wieder neu einfinden, ankommen- abreisen- weiterreisen…
So fuhr ich nach diesen auch wettermässig richtig schönen und warmen Tagen zurück an die Ostküste, nach Wexford, da konnte ich die restliche Zeit bis zu meiner Rückreise ausklingen lassen, alles Erlebte nochmals verdauen, mich auch etwas ausruhen und stärken für die lange Heimfahrt.
Ich bin gar nicht sicher ob ich das schon erwähnt habe, ich habe mich entschieden die Insel zu verlassen, habe die Fähre und den ersten Campingplatz in Frankreich gebucht.
Mein Gefühl hat mir ganz klar das Zeichen dafür gegeben, die Touristenmasse nimmt zu, die Preise auch, die Energie ist nicht mehr die gleiche, es ist Zeit zu gehen.
Doch bevor ich die Insel verlasse, nehme ich dich beim nächsten Blog mit, um die restlichen Tage miteinander zu erleben und die Heimreise anzutreten, dann erfährst du auch wohin ich „Heimreise“.

Bis dahin wünsche ich dir von Herzen alles Liebe, bis bald.



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